Das HMI-Konzept des Nextions

Das HMI-Konzept des Nextions


Das Nextion-Konzept

Mit den Nextion-Anzeigen von Itead wird eine Arbeitsteilung zwischen dem Host-Controller und der intellgenten Anzeige erreicht. Dabei sind die Nextion-TFT-Touchpanels nichts anderes als kleine spezialisierte Controller, die die vorher beschriebenen Routineaufgaben übernehmen. Der Mikrocontroller oder auch PC übermittelt lediglich seine Daten und das Nextion-Display stellt sie dar. Im umgekehrten Fall sendet das Nextion-Display ein bestimmtes Kommando, wenn z. B. ein Bedienelement berührt wurde.

Teil des Nextion-Konzeptes ist auch der Nextion-Editor, mit dem Sie komfortabel per Drag-and-Drop in Minuten sogar komplexe Oberflächen mit mehreren Seiten zusammenklicken können. Wie wir später in diesem Tutorial noch sehen werden, ist aber auch das dynamische Erstellen von Komponenten zur Laufzeit möglich.

Hinweis: Ein Basis-Tutorial über die Inbetriebnahme und die ersten Schritte mit den Nextion-Displays und die Nutzung des Nextion-Editors finden Sie auch hier

Fangen wir ganz einfach an, damit das Konzept auch wirklich klar wird. Deshalb werde ich noch nicht auf die spezielle Syntax der Kommandos eingehen, sondern nur das Prinzip erläutern.

Sie haben z. B. mit dem Nextion-Editor einen Schalter (Button) auf Ihr Display gezogen.

Mit einem Taster können Sie 2 Ereignisse erzeugen:

  • Sie können ihn drücken
  • Sie können ihn loslassen

Diesen Ereignissen (Events) können Sie im Nextion-Editor bestimmte Befehle zuordnen, z. B:

  • Drücken: Sende die Zahl 10
  • Loslassen: Sende die Zahl 11
 
Wird der Taster gedrückt (rot) sendet der Nextion die 10, beim Loslassen die 11

Hätten wir mehrere Taster in unserer Applikation könnten wir z. B. für die weiteren Taster die Code 20, 21 etc. vergeben.

Ist der Einsatz von Arduino-Bibliotheken sinnvoll?

Diese Frage wird sehr häufig gestellt und ich persönlich würde sie mit "nicht wirklich" beantworten. Warum?

Die Nextion-Kommunikation ist so klar und einfach, dass der Einsatz der Bibliotheken keinerlei Vorteile bringt. Das Konzept wird sogar ein wenig verschleiert und Sie sind immer darauf angewiesen, dass die Bibliotheken auch auf dem neuesten Stand und sauber programmiert sind. Letztendlich senden auch die Bibliotheksmethoden am Ende nur die entsprechenden Kommandos bzw. interpretieren die empfangenen Daten. Warum es dann nicht gleich selbst machen?

Außerdem können Sie das Konzept der Kommunikation über die serielle Schnittstelle unverändert mit jedem anderen Mikrocontroller oder Embedded-Computer nutzen, der über eine serielle Schnittstelle verfügt.